Jeburtstachsnähen…

Heute hat meine kleine Schwester Geburtstag und ich habe ihr mit meinen neuerworbenen Nähkenntnisse etwas genäht und weil es noch etwas dauert, bis sie es bekommt, darf sie hier schon mal gucken…🙂

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Zum einen eine Liv mit Rollkragen und Puffärmelchen aus tollem Jersey von Staghorn. Haie… buah, erwähnte ich bereits meine gänzlich irrationale Angst vor Haien im Schwimmbad? Nein, nun ich habe IMMER Angst, dass sich im Schwimmbad der Boden öffnet und irgendein irrer James-Bond-Bösewicht Haie auf mich los lässt. Ich weiß, dass das absurd ist, aber ich behalte beim Schimmen immer den Boden im Auge. Ich hasse es, aber ich kann es nicht abschalten.

Vom Haistoff habe ich 0,5 m benötigt, vom grauen Jersey 0,9 m, außerdem ein gepunktetes Bündchen und lila Nähgarn von Gütermann.

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Die Teilung im Brustbereich hab ich zum ersten Mal gemacht und einfach pi mal Daumen das Oberteil in zwei Hälften geteilt und an beide Hälften eine Nahtzugabe dran gehängt, dann zusammen genäht, fertig. Das war nicht so schwer und ich unheimlich stolz, dass ich von alleine an die Nahtzugabe gedacht habe. TSCHAKKA!

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Schwer war allerdings der versch…. Haistoff, der hat sich gerollt, als wäre er ein Schweingeringelschwänzchen. Ehrlich, ich hab gedacht, ich werd wahnsinnig. Bügeln war nur unzureichend hilfreich. Gibt es da einen Trick? Wenn ja, erzählt ihn mir, ich flipp sonst aus.

Außerdem ist mein Rollschneider, glaub ich, defekt oder ich mach was falsch, so locker aus dem Handgelenk, wie die Damen in den Nähvideos schneidet der bei mir nicht, ständig sind noch Stege vorhanden und ich drück mir nen Wolf, das muß ich mal üben. Oder gibt es da ein Geheimnis, wie es besser geht?

Im Brustbereich habe ich dann noch mein Label von Dortex angenäht.

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Für die Liv habe ich, vorallem wegen der gerollten Haie und des dappischen Rollschneiders knapp 4 Stunden gebraucht, das geht flotter… seufz.

Nun saß ich einmal an der Maschine, also dachte ich, ich könnte schnell noch die Milly ausprobieren und wenn es ins Auge geht, hatte meine Schwester eh gesagt, sie steht auf krumm und schief. Also losgelegt, Stoff zugeschnitten und ruck zuck, tatsächlich in unter einer Stunde war Wende-Milly mit Sternchenstoff fertig. Das war einfach, das hat Spaß gemacht, davon nähe ich garantiert noch mehr und meine Stoffwahl von Alles-für-Selbermacher gefällt mir ausnehmend gut. Ich bin ein bißchen traurig, dass ich von dem Stoff nicht noch mehr bestellt habe, zur Zeit gibt es ihn nämlich leider nicht.

Schön ist, dass man sie wenden kann und man so immer den Stoff außen hat, nach dem einem gerade der Sinn steht:

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Beide Schnittmuster sind von Pattydoo, die Milly ist frei erhältlich, die Liv kostet ein bißchen was. Die Muster druckt man sich dann aus und schneidet die für einen passende Größe aus. Das empfinde ich als ein wenig nervig und es verursacht leider ziemlichen Müll. Da fände ich es schöner, wenn ich mir wirklich nur meine Größe ausdrucken könnte und die dann sinnvoll auf weniger Blättern gedruckt wäre. Es geht natürlich auch so, aber wenn ich den Papiermüll sehe, blutet mein Herz und wenn ich eine andere Größe will, müßte ich neu ausdrucken und zuschneiden, wenn ich nicht vorher alles auf Malerplane übertragen hätte. (Danke für den Tipp, Soluna und Frau Feierabendfrickeleien.) Bei mir sah es heute Mittag dann kurz mal so aus:

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Dazu gibt es bei pattydoo immer auch ein Nähvideo, das macht das Ganze wirklich sehr einfach und es wird alles erklärt. Sogar ich Nähanfänger bekomme damit ganz passable Werke hin.

Frau Katze war wie üblich äußerst hilfreich und hat eine neue tragende Rolle!

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An jedem verdammten Sonntag 21.08.2016

Strickstrickhurra

Ich war krank und habe daher nur sehr wenig gestrickt und dabei dann auch noch fieberbedingt Unfug veranstaltet.

Zum einen habe ich am Sonntag beim Forum Lanarum an meine Lorient weiter gestrickt und es fehlen nur noch 8 cm am Rumpf, dann kann ich endlich mit dem Bündchen beginnen…

Außerdem habe ich ein paar Streifen in meinen Westbourn gestrickt.

Dann stand mir der Sinn nach etwas Neuem und ich habe meinen Bloom Dress aus Malabrigo Sock angenadelt. Den hätte ich gerne fertig bis März, weil ich ihn zum Edinburgh Yarnfestival anziehen möchte. Dummerweise war die Anleitung zu Beginn echt nicht ganz eindeutig und ich zudem fiebervernebelt, so dass ich recht spät gemerkt habe, dass ich da gerade ganz schönen Unfug stricke und 8 cm Gestrick einfach mal wieder auftrennen mußte. Seufz. Beim zweiten Versuch ging es aber dann sehr gut und es fehlen nur noch 15 Reihen bis ich die Ärmelchen abtrennen kann, allerdings bin ich etwas skeptisch, ob mein Garn reichen wird… allerdings bin ich das ja immer, wir werden also sehen.

Garnkäufe / Stoffkäufe

Nun zum Einen war ich ja auf dem Forum Lanarum und habe mir dort ganz schön was geleistet.

2x DK Wollmeise in Feldmäuschen

2x Sofia von Lanartus gefärbt von Color Loves Wool in tollem hellen und dunklen Pink, die auf dem Fest meinen Schal und mein Mützchen ausgestellt hat. Klick!

4x Erika Knight Linen in unterschiedlichen sehr gedeckten Tönen für ein Top von Asa Tricosa

1x Mondschaf Sockenwolle in toller schattierter Färbung Petrol und Natur.

1x Yak vom Strickfuchs mit grünen Sprenkeln

1x Merino Garn von Alte Künste

zum anderen war bei “Alles für Selbermacher” diese Woche 20% Angebot, da habe ich ebenfalls zugeschlagen und tolle Stoffe und Bündchen bestellt und meine Bestellung bei Staghorn abgeholt. (Sehr praktisch, so spart man Versandkosten)

Genäht

Genäht habe ich eine ziemlich krumme Susie Kosmetiktasche: Klick!

Entdeckt

Ich weiß grad nicht, ob ich es schon erwähnt habe, ich kaufe regelmäßig meine Klamotten bei Bestsecret. Ein Shoppingclub mit täglich wechselnden Angeboten und sehr großer Auswahl und gutem Service. Da habe ich diese Woche nach neuen Sommersandalen geschaut, weil meine Lieblingssandalen von Esprit, mittlerweile tatsächlich fast 10 Jahre alt und ziemlich ausgelatscht sind, waren neue fällig. Ich bin auch fündig geworden und habe tolle Wedges von Garmendi statt für 79 Euro für knapp 35 Euro ergattert. Sehr gut verarbeitet, absolut bequem und aus Leder. Wer ebenfalls eine Einladung zum Shopping-Club möchte, melde sich einfach bei mir.

Naja

Ich bin krank. Erst war es eine fiese Erkältung, dann haben sich Bronchitis und Scharlach herauskristallisiert. Ehrlich, das ist nicht witzig, das macht keinen Spaß. Entweder man hustet, hat Schmerzen oder muß erbrechen und man kann nicht mal richtig jammern, weil das Sprechen schmerzt. Ich liege also sehr nutzlos hier herum und hoffe einfach nur, dass es vorbei geht… schnell.

Sportlich

Kein Sport, wegene NAJA…

Geguckt

Ich habe den Videopodcast von der Seidenraupe geschaut, der gefällt mir sehr gut und der hat mich gut unterhalten. Mir gefällt ihre junge und frische Art und auch wenn die Strickstücke mir teilweise etwas zu robust sind, finde ich es total interessant ihren Ausführungen zum Spinnen und Stricken zu lauschen. Das stelle ich mir sogar für Nichtstricker interessant vor, vielleicht klickt ihr einfach mal rein: KLICK!

Gestern abend war ich so schlecht dran, dass ich nichtmal meinen Serien folgen konnte, also habe ich mir Youtubevideos reingezogen und herum geklickt und das hier hat mich wirklich tief beeindruckt und hat mir gut gefallen: Klick!

Gehört

Ich habe wirklich viele Podcasts gehört, vorallem, weil ich viel Auto gefahren bin, als ich noch nicht krank war und zum anderen weil ich dann als ich krank war im Bett liegend wenigstens irgendwas tun wollte.

Dank Frau Hoppenstedt bin ich auf zwei Podcasts gestoßen, die ich bislang nicht abonniert hatte und die mich beide enorm begeistert haben.

  1. Alles in Butter mit Elif Senel und Helmut Gote im WDR5 Radio. Die beiden unterhalten sich etwa 40-50 Minuten über Themen rund ums Essen. Herrn Gote lausche ich ja schon bei seinen Kurzpodcasts “Einfach Gote” im WDR2 immer sehr gerne und Frau Senel bringt in die ganze Sache ein wenig jugendlich frischen Wind rein. Mittlerweile habeich zig Folgen gehört und voralle die Folge mit Herrn Beikircher über die rheinische Alpenküche hat mir sehr gut gefallen, wenn ich Herrn Gote da auch korrigieren möchte, dass natürlich auch im Rheinland Wild gegessen wird und das auch schon seit immer und nicht erst neumodischerdings. Oder auch die Folge über den nordrheinwestfälischen Wein hat mit begeistert, vorallem weil ich selbst ja im Schatten des Drachenfels wohne.
  2. Cast on ist ein wunderschöner Strickpodcast aus dem Jahr 2005, der leider nicht mehr aufgenommen wird, aber das macht nichts, die Themen sind immer aktuell und ich habe mir daher alle 135 Folgen runtergeladen. Ihre Stimme finde ich einfach sehr angenehm und ihre Begeisterung für Garn und Muster ist ansteckend. Lustig auch, dass sie in einem britischen Podcast die kölner Maschenkunst erwähnt.

Gelesen

Mehrere Ausgaben der Flow, die ich ja freundlicherweise geschenkt bekommen habe… Die finde ich ganz inspirierend und spannend, leider deutlich überteuert, so dass ich froh bin alle bisherigen Ausgaben geschenkt bekommen zu haben, gekauft hätte ich sie mir nicht, aber so unterhalten sie mich durchaus gut.

Außerdem habe ich Sascha Machts Roman “Der Krieg im Garten des Königs der Toten” gelesen. Die Rezension findet ihr hier: Klick!

Gegessen

Beim Forum Lanarum gab es leider nur furchtbares Catering, das war wirklich gruselig und dem Event überhaupt nicht angemessen, das hatte ich ja auch schon beim Wollfest letztes Jahr bemängelt. Ich esse wirklich gerne und gut und ich bin durchaus auch bereit dafür mehr zu zahlen, mit labberigem Kantinenzeug kann man mich leider überhaupt nicht locken und dann wird natürlich auch meine Verweildauer bei solchen Events ohne ordentliches Catering eingeschränkt, diesmal sind wir in die Frechener Innenstadt marschiert und einfach beim nächsten Italiener “La Fontana” rein. Da war es trotzd der etwas alten und piefigen Optik überraschend gut und lecker! Die Bedienung war sehr freundlich und sollte ich nochmal in Frechen weilen, werde ich da sicher nochmal reinschneien.

Unternommen

Ja wir waren auf dem Forum Lanarum. Begleitet wurde ich von der Maschenprobenuschi, Frau Feinmotorik und Frau Feierabendfrickelein. Wir hatten mächtig Spaß, haben grandios geshopt und viele tolle Dinge gesehen. Der Bericht von Frau Feierabendfrickeleien ist noch ausführlicher, den findet ihr hier: KLICK!

Besonders gut gefallen hat mir der Stand von Color Loves Wool, vorallem natürlich, weil mein Schal und Mützchen dort ausgestellt waren, aber auch weil man bei Kerstin wirklich tolle gut durchgefärbte kräftige Farben bekam, zumindest so lange, bis sie fast ausverkauft war. Ich habe bei ihr auch das von Me-Ro colors angebotene Leinen gekauft.🙂

Der Strickfuchs hatte auch wieder sehr schöne bunte Stränge dabei und vorallem das tolle Yak mit Konfettifärbungen im Angebot. Bei Atelyeah gab es ganz tolle hochwertige Garne und das Mondschaf hat mir ebenfalls gut gefallen, hier fand ich vorallem die Präsentation der Stränge sehr gut, die hingen alle nach Farben sortiert an einer großen Wand, das war sehr übersichtlich und schön und wirkt einfach sehr viel professioneller.

Schön waren auch wieder die Farben von Heimatwolle, allerdings gab es da häufig nur einen Strang einer Farbe und ich versuche ja zur zeit eher wieder auf Pullimengen hinzuarbeiten.

Einen Stand mit gewickelten Farbverlaufsgarnen gab es ebenfalls, da waren mir aber die Knäuelgrößen deutlich zu groß und zu grellbunt, grundsätzlich freut es mich aber sehr, dass diese Knäuel immer populärer werden und die leider nicht sonderlich kundenfreundliche 100Farbspiel-Dame Konkurrenz bekommt.

Generell war das Spektrum der Aussteller breit gefächert, es gab sehr gute und hochwertige Färbungen und Färber, deren Strängen man ihre Erfahrung deutlich ansah, wie zum Beispiel beim Lütt Wollhus und dann gab es da auch ein paar Stände mit den “Hausfrau kleckst mit möglichst viel bunter Farbe auf Garn” Strängen, aber auch die scheinen ihre Liebhaber zu haben, mein Fall ist das allerdings eher nicht, vorallem auch deshalb, weil die dort angebotenen Wollqualitäten einfach nicht weich genug sind.

Grundsätzlich hätte es ein wenig größer sein können, ein paar Aussteller, die man sonst auf solchen Festen findet, habe ich vermißt. Die Lokation war gar nicht so schlecht, hätte aber deutlich besser beleuchtet und belüftet sein können. Es war ein wirklich schönes Event, leider fehlte es neben dem Catering auch an bequemen und einladenden Strickecken, die zum Verweilen eingeladen hätten, so war man recht rasch durch, ging noch was essen, drehte noch eine Runde und blieb nicht länger, um dann eventuell doch noch einmal schauen zu gehen. Trotzdem war das Forum Lanarum ein schöner Ersatz für das Wollfest, welches übrigens nächstes Jahr wieder im Rheinauhafen stattfinden wird.

Gezockt

World of Warcraft, Dank der Legionangriffe kann man sehr gut seine Twinks leveln und geneu das tue ich zur Zeit immer mal wieder. Das macht Spaß und bringt die Twinks nach vorne, für den Start des Add ons in wenigen Tagen.

(Wegen meiner Krankheit war ich leider auch nicht auf der Gamescom… seufz… sehr traurig.)

Ausstehende Events:

23.08.2016 Bonner Stricktreff im Von & Zu

03.-04.09.2016 Wollfest Hamburg

11.09.2016 Das Bunte Schaf in Langenfeld

11.09.2016 Stoffmarkt in Frechen

18.09.2016 Pullover Workshops Hand Herz Seele

24.09.2016 Häkeln im Edelweiß in Bonn

23.10.2016 Stoffmarkt in Bad Godesberg

18.-20. November Kreativwochenende von Hand Herz Seele

25. – 26.11.2016 Ziggurat Workshop Hand Herz Seele

03.-04.12.2016 Spinnen mit Chantimanou Hand Herz Seele

Habt Ihr Events oder Aktionen für mich, die ihr hier aufgeführt haben wollte, sei es euer Garnverkauf bei Facebook, eure Updatezeiten, ein Wollfest, ein Strickevent oder ähnliches, meldet euch einfach bei mir. (Alle empfohlenen Links, Podcastes, Bücher und Produkte, spreche ich an, weil sie mir gefallen haben und zusagen, ich tue das nicht für Bezahlung oder Produktproben. Sollte ich ein Produkt kostenfrei erhalten haben, so wird dies hier erwähnt werden.)

Der Krieg im Garten des Königs der Toten – Sascha Macht

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Puhu…einmal tief durchatmen und nachdenken, bevor ich mitteile, was mir zu dem Buch so einfällt. Denn erstmal ist das nicht viel oder doch eine Menge, ehrlich, ich weiß es nicht. Sascha Machts Roman “Der Krieg im Garten des Königs der Toten” hat mich verwirrt, verstört, brüskiert und läßt mich am Ende ratlos zurück.

Aber beginnen wir vorne. Zunächst bin ich bei dem Klappentext eigentlich von einem irgendwie abgefahrenen Coming of Age Roman ausgegangen, etwas ähnlich abgedrehtes wie Augusten Burroughs “Krass”, eher weniger hatte ich dieses hochanspruchsvolle und wirklich komplizierte Stück Text erwartet, das ich letztlich geliefert bekam.

Bereits auf den ersten Seiten wurde klar, Coming of Age spielt hier keine Rolle, hier hat sich jemand sprachlich und gedanklich ausgetobt und testet aus, wie weit er gehen kann. Nun dafür schätze ich den Dumont Buchverlag, dass er eben auch solchen Autoren eine Möglichkeit zur Veröffentlichung bietet, Autoren, die sicher nicht die breite Masse ansprechen, sondern die verstören, irritieren und die nicht in der Lage sind einfach eine Geschichte von Anfang bis Ende zu erzählen, sondern die Kapriolen drehen müssen, rückwärts sprechen und dazu eine brutale harte und sexualisierte Sprache benutzen, die ganz bestimmt nicht bestsellertauglich ist. Sascha Macht ist ein solcher Autor, nicht eine Seite dieses Buches konnte ich lesen, ohne dass sich meine Augenbrauen hoben und ich dachte: “och wirklich?” Zeitweise verlangte es mir nach den Genußmitteln, die der Autor beim Schreiben hoffentlich intus hatte, einfach um den Kopf nach diesen verschwurbelten Textstücken wieder in die Reihe zu bekommen. Interessanterweise hatte ich das Gefühl den Text besser zu verstehen, als ich gestern und vorgestern mit fast 40 Fieber im Bett lag.

Die Ottonormal-Leser steigen hier dann aus und sagen, warum tut man sich das an, eine Geschichte, die nicht richtig erzählt wird, eine Welt, die man nicht erklärt bekommt, Figuren, die man nicht begreifen kann, das wollen wir nicht. Gut, bitte gebt auf, zieht eurer Wege.
Ich schätze sowas ab und an wirklich sehr… es fordert mich heraus, es zieht meinen Geist beim Lesen auf eine andere Ebene, es gibt mir das Gefühl aus mir selbst heraus zu treten und in ein solches Buch zu schlüpfen. Dabei muß ich gar nicht begreifen, wie das alles sein kann, was Bruno erlebt, ob er träumt oder wach ist, ob er, diesen Gedanken konnte ich während des Lesens einfach nicht abschütteln, in Wirklichkeit gar tot ist und seine Erlebnisse einfache erdachte Begebenheiten, es reicht mir, mich an der Sprache und der Verrücktheit und Abgefahrenheit des Textes zu erfreuen. Dabei fällt mir jedoch niemand in meinem Freundes- oder Bekanntenkreis ein, der an diesem Buch die gleiche Freude hätte wie ich.
Diejenigen, die es genießen könnten, verstecken sich leider hinter einem gewissen Dünkel und verbieten jungen aufstrebenden Autoren ein solch experimentelles Stück Text, sie sollen erstmal was ordentliches Schreiben, bevor sie einen auf Kafka oder Joyce machen, musste ich mir schon bei meiner Empfehlung zu Dorothee Elmigers “Schlafgänger” anhören.
Warum sollte das so sein?

Warum sollte nicht auch ein junger Autor einfach mal Sätze bauen, die lang wie Autobahnen sind, Begebenheiten schildern, die surreal und hart sind, sich einer Sexualität bedienen, die abstoßend und keineswegs romantisch ist, eine Geschichte bauen, die gegen jede sinnvolle Regel des Schreibens verstößt?

Mir hat das Buch wirklich einiges abverlangt, zwischenzeitlich wollte ich immer mal kurz aufgeben, zuklappen, weglegen, interessiert mich nicht sagen und trotzdem hab ich weitergelesen. Ich möchte nicht behaupten, verstanden zu haben was Sascha Macht ausdrücken wollte, ich frage mich auch, ob er selbst wirklich einen tieferen Sinn hinter seinen Worten sieht, oder ob er grinsend mit einer Banane in der Hand irgendwo steht und sich über die Leser kaputt lacht, die versuchen, das da zu interpretieren, zu analysieren, zu verstehen.

All das ist aber egal, denn dieses Buch hat trotz aller Enttäuschung, eben keinen Coming of Age Roman in den Händen zu halten, irgendwie Spaß gemacht. Noch mehr Freude hätte es mir vermutlich bereitet, wenn meine cineastische Bildung im Bezug auf Horrorfilme etwas tiefergehender wäre, aber so ist mir vermutlich so manche Anspielung einfach durchgegangen.

Fazit: Keine Empfehlung für Leser von schönen Geschichten, aber eine Empfehlung für Wortakrobaten und Leser, die es zu schätzen wissen, wenn sie auch mal etwas nicht begreifen.

 

(Es handelt sich um die Besprechung eines Rezensionsexemplars aus dem Dumont Verlag, was meiner objektiven Meinung jedoch keinerlei Abbruch tut. )

Die schiefe Susie…

Ich liege seit mehreren Tagen mit Fieber und Schnupfen, Husten, Heiserkeit im Bett und bin wirklich nicht mal in der Lage richtig zu stricken. Dummerweise hatte ich dann vorgestern die grandiose Idee, ich könnte ja immerhin Stoff für ein T-Shirt zuschneiden, nun drücken wir es vorsichti aus, ich konnte es nicht. Aus irgendeinem Grund habe ich drei Ärmel und nur ein Vorderteil zugeschnitten, dann war aber kein Platz mehr auf dem Stoff, um noch ein Rückenteil zu basteln und ich hatte auch keinen Stoff, der sich sinnvoll dazu ergänzt hätte. Fazit: Mit Fieber Stoff zu schneiden führt dazu, dass man vorallem viel Stoff entsorgen kann.

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Danach hab ich mich gefrustet wieder ins Bett gelegt und erstmal geschlafen, als ich wieder wach wurde, fühlte ich mich zwar nicht fit, aber doch irgendwie tatendurstig und habe mich vollkommen irre an die Nähmaschine gesetzt und eine Susie von Pattydoo genäht, die ich bereits zugeschnitten hatte.

Nun vorsichtig gesagt, ist die Susie ein wenig krumm geworden, was ich auf jeden Fall aufs Fieber schiebe, weil so richtig genau arbeiten kann man mit 39,7 Grad Körpertemperatur einfach nicht. Mir war allerdings so langweilig, dass ich einfach irgendwas tun mußte. Also freunde ich mich jetzt einfach mit meiner schiefen Susie an und laß ab jetzt die Finger von der Näherei, bis ich wieder halbwegs fit bin… na gut ganz fit.

Gucken dürft ihr trotzdem, ich bin da ja gänzlich uneitel und zeige durchaus auch mal, wenn mir etwas mißlingt. Wobei so richtig mißlungen ist die Susie nicht, sie ist halt einfach nur ein bißchen krumm.

Benutzt habe ich einen Reißverschluss von Alfatex, einen Stoffrest von einem Stoff, den ich auf der Creativmesse Bonn gekauft habe, habe ich für die Innentasche genutzt und außen sind die Pattydoostoffe, die ich bei snaply gekauft habe.

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Meine erste Susie findest du hier: KLICK

(M)ein Mann namens Ove…

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Jaja, ich weiß, das Hörbuch/Buch von Frederik Backmann heißt “Ein Mann namens Ove“, allerdings kamen mir schon beim Lesen, Ove und viele seiner kleinen Eigenheiten seeeehr bekannt vor. Da Ove aber nun mal eben nicht zwingend ein sehr sympathischer Mensch ist, habe ich es mir strikt verboten, Ove mit dem Mann an meiner Seite zu vergleichen. Nun rede ich aber ab und an auch mit Mr. Jetztkochtsie über das, was ich gerade so lese oder höre und als ich Ove erwähnte, fragte er mit schlitzohrigem Blick, ob ich denn auch fände, dass Ove ihm irgendwie ähnlich wäre. Ich fühlte mich sofort ertappt und guckte ein wenig betreten zu Boden, fragte dann aber, wie er denn darauf käme und bekam erzählt, dass seine Kollegin ihm das Buch geliehen habe, weil sie fände, dass Ove so manche Verhaltensweise an den Tag lege, die sie an ihn erinnere. Nun gut, da mußte ich dann auch einräumen, dass ich diese Vergleiche durchaus auch gezogen habe, allerdings möchte ich betonen, dass es die liebenswerten Charakterzüge von Ove sind, die mein Mr. in sich trägt.

Er selbst liest das Buch nun seit ein paar Tagen und schweigt sich zu diesem Thema aus, geht aber weniger oft in den Werkstattkeller seine Schraubenschlüssel nach Größe sortieren.😉

Aber worum geht es bei Ove eigentlich, nun recht schnell wird klar, daher ist das wohl auch kein Spoiler, Ove will sterben, Ove ist allein, Ove hat keine Aufgabe mehr und die Zeit hat Ove einfach ein wenig überholt. Er kommt nicht mehr mit, er ist überfordert beim Kauf eines Ipads, von dem Nachbarn im bunten Sportzeug und von der Schnelllebigkeit im Allgemeinen, die Trulla mit dem Hund, der aussieht, wie ein Winterstiefel, nervt ihn schrecklich und das Schlimmste: seine Frau und seine Arebit sind nicht mehr da. Ove ist ein sehr pflichtbewußter und organisierter Mensch (SCHAAAAATZ!!😉 ) und daher geht er an diesen Plan, den Selbstmord, sehr überlegt ran, dummerweise passiert dann nun mal das Leben und vorallem seine neuen Nachbarn, der Trottel und seine schwangere herzallerliebste iranische Ehefrau, und Oves Plan ist nicht so leicht durchführbar, wie er dachte und plötzlich purzeln da neue Gestalten in Oves Leben und auch alte Begleiter erscheinen wieder in einem neuen Licht. All das ist unheimlich unterhaltsam und trotz des wirklich bewegenden und traurigen Themas, eines alternden und einsamen Mannes, kann man an vielen Stellen wirklich herzlich lachen, man fühlt mit, man bekommt nicht nur die Gegenwart um Ove erzählt, sondern auch seine Vergangenheit, die bewegter war, als man glauben könnte. Backmann macht das sehr geschickt, durch Zeitwechsel und führt den Leser so langsam an die eigentliche Geschichte heran.

Klar, wird hier und da etwas überzeichnet und natürlich ist die ein oder andere Anekdote etwas sehr konstruiert, trotzdem fand ich Oves Geschichte einfach sehr hörenswert. Ich habe das Hörbuch gehört, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass das auch als Buch sehr kurzweilig und unterhaltsam ist, vorallem Oves Beziehung zur streunenden Katze (SCHAAAAATZ !!!!) fand ich einfach herzerwärmend und seine ganze etwas brummelige, prinzipientreue und sehr sture Art hat mir einfach gut gefallen. Ich mag Menschen mit Ecken und Kanten, jeder von uns hat sie, jeder von uns ist ein kleiner Ove, die einen tief in sich drin, die anderen auch nach außen.

Ein wenig erinnert das Buch an den 100jährigen, der aus dem Fenster stieg, allerdings wirklich nur aufgrund des Erzählstils, es ist eine gänzlich andere Geschichte, allerdings ebenso lesens- und hörenswert.

Gelesen wird das Hörbuch von Heikko Deutschmann, der wie üblich eine sehr gute und angenehme Leseleistung abliefert und mich mehr als gut unterhalten hat.

Ich war so begeistert, dass ich mir sofort das nächste Buch von Frederik Backmann als Hörbuch runtergeladen habe: “Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid!” Das hab ich mittlerweile auch beendet, die Rezension folgt noch.

An jedem verdammten Sonntag 14.08.2016

Strickstrickhurra

Ich habe meine allerersten richtigen Socken fertig gestrickt. Nach einem Muster von Tincan Knits, ein sehr einfaches Muster, gut verständlich und schnell zu stricken. Den Beitrag dazu gibt es hier: KLICK!

Außerdem habe ich wieder einige Reihen an meinem Lorient weiter gestrickt, aber langsam glaube, ich da ribbelt immer wieder wer zurück, da kommt man wirklich gar nicht voran. Seufz.

Garnkäufe / Stoffkäufe

Ich habe bei Staghorn bestellt und es leider noch nicht geschafft den Stoff abzuholen. Wolle hab ich nicht gekauft, das wird sich gleich auf dem Forum Lanarum aber vermutlich ändern.🙂

Genäht

Ich habe einen Jogginganzug für den Zwerg genäht aus Sternchenglitzersweat.

Den Beitrag dazu gibt es hier: KLICK!

Entdeckt

Naja nicht neu entdeckt, weil ich sie mir tatsächlich hier und da mal gekauft hab, aber von einer lieben Mitstrickerin habe ich alle (!!) Ausgaben der Flow bekommen, die Zeitung find ich eigentlich immer ganz gut, war aber häufig tatsächlich vom Preis abgeschreckt oder hab mir dann doch lieber eine Strickzeitung / Nähzeitung gekauft. Nun kann ich sie mir also ansehen und ein bißchen den Flow genießen.

Naja

Diese Woche ist der Yoga-kurs leider ausgefallen, weil die Yoga-Lady nicht mehr länger unterrichtet, finde ich ein wenig schade, weil ich Zeit gehabt hätte. Naja, so konnte ich dann zum Bonner Stricktreff gehen, trotzdem hätte ich mich lieber ein wenig bewegt.

Sportlich

Da Yoga ausgefallen ist und ich sonst immer spät zu Hause war, und ich schrecklich faul war, kein Sport diese Woche.

Geguckt

Wieder ein paar folgen Supernatural, noch eine und ich habe die erste Staffel geschafft…

Gehört

Ich habe meine Hörbücher “Oma läßt grüßen und sagt, es tut ihr leid” und “Frauen bereisen die Welt” beendet. Rezensionen dazu werden noch folgen, ich komme grad irgendwie nicht dazu mal was zu Rezensieren, aber ich verspreche Besserung.

Gelesen

Die erste Ausgabe Flow… die ich mir damals gekauft hatte, aber an die ich mich tatsächlich nicht mehr erinnern konnte. Hat Spaß gemacht. Immer noch “Der Krieg im Garten des Königs der Toten” und immer noch bin ich fasziniert.

Gegessen

Wir waren einen Tag mit den Strickdamen im Tusculo und im von und zu, zwei Tage Stricktreff, es war herrlich und lecker!

Unternommen

Wie gesagt, zweimal Stricktreff, dann heute die Taufe mit Familiengrillparty danach und gleich geht es zum Forum Lanarum. Darauf freu ich mich schon sehr. Wer von euch kommt denn noch?

Gezockt

World of Warcraft. Endlich ist der Dämonenjäger da. meiner ist schon Level 100 und hat die Einführungsquests für den Start des neuen Addons bereits absolviert.

Außerdem hab ich die Einführungsquests auch mit Lichtlady und Werhühnchen meinen “Main”-Charakteren gespielt, jetzt hoffe ich noch, dass ich Cataclysmini noch auf 100 krieg vor dem 30 und dann kann es mit Legion losgehen.

Ausstehende Events:
Leider haben die Kreativnachmittage von Hand Herz Seele zur Zeit Sommerpause…
13.-14.08.2016 Forum Lanarum in Frechen
23.08.2016 Bonner Stricktreff im Von & Zu
03.-04.09.2016 Wollfest Hamburg 11.09.2016 Das Bunte Schaf in Langenfeld
10.-11.09.2016 Weben mit dem Gurtwebegerät Hand Herz Seele
11.09.2016 Das bunte Schaf in Langenfeld
11.09.2016 Stoffmarkt in Frechen
18.09.2016 Pullover Workshops Hand Herz Seele
24.09.2016 Häkeln im Edelweiß in Bonn
23.10.2016 Stoffmarkt in Bad Godesberg
18.-20. November Kreativwochenende von Hand Herz Seele
25. – 26.11.2016 Ziggurat Workshop Hand Herz Seele
03.-04.12.2016 Spinnen mit Chantimanou Hand Herz Seele
Habt Ihr Events oder Aktionen für mich, die ihr hier aufgeführt haben wollte, sei es euer Garnverkauf bei Facebook, eure Updatezeiten, ein Wollfest, ein Strickevent oder ähnliches, meldet euch einfach bei mir. (Alle empfohlenen Links, Podcastes, Bücher und Produkte, spreche ich an, weil sie mir gefallen haben und zusagen, ich tue das nicht für Bezahlung oder Produktproben. Sollte ich ein Produkt kostenfrei erhalten haben, so wird dies hier erwähnt werden.)

Taufgeschenk

Die Taufe meines Neffen stand an und auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern sollte es ein kleines Geschenk werden, nichts Übertriebenes, nichts Großes, etwas Persönliches. (Ich weiß gar nicht, wie man darauf kommt, iiiiich könnte es beim Geschenke schenken übertreiben… *husthusthust*)

Nunja, da ich ja nun seit einigen Tagen nähen kann, habe ich den heutigen Morgen vor der Taufe damit zugebracht und einen Sternchen-Anzug für den Herrn Neffen genäht. Ein alternativ Geschenk, falls das in die Buxe geht hätte der Mann in einer Last-Minute-Aktion schnell kaufen müssen.

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Es ist aber nicht in die Buxe gegangen, vorallem natürlich, weil Frau Katze mich tatkräftig unterstützt hat. Der Sternchen-Anzug bestehend aus einem Raglan-Shirt von Mamahoch2 und der Pumphose “poppy” von Pattydoo ist mir sehr gut gelungen. Ich konnte kein Fehlerchen entdecken, habe sogar an Fadenlauf und Bündchenrichtungen beim Zuschneiden gedacht und krumm und schief ist es auch nicht geworden.

Genäht habe ich aus Teddy-Sweat mit Glitzersternchen von Alfatex und einfachen blauen Jersey-Ripp-Bündchen.

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Verbraucht hab ich vom Teddy Sweat nicht ganz 50 x 150 cm und vom Bündchenstoff 30 x 50 cm (Ich schneide allerdings immer relativ unkonventionell und großzügig zu. Wer hier sinnvoller agiert, kommt sicherlich mit etwas weniger Stoff aus.)

Ich habe die in Größe 92 genäht, allerdings fällt beides aus unserer Sicht etwas kleiner aus. Paßt aber genau, der kleine Mann wächst nämlich gerade in seine 80 rein und der Anzug ist ja eher wärmer und somit eher was für den Herbst / Winter.

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Beide Schnittmuster sind wirklich anfängertauglich und angenehm zu nähen. Ich war in weniger als 3 Stunden mit beiden Stücken fertig, inklusive Zuschneiden und Kleben des Schnittmusters.

Das Etikett aus Kunstleder hab ich bei Dortex anfertigen lassen und merke gerade, dass man es auf keinem der Bilder sieht… ups. Egal. Also da ist ein Etikett aus Kunstleder knapp oberhalb des Bauchbündchens am Pulli.🙂

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Jetzt müssen wir nur noch ausdiskutieren, ob Frau Katze, das Teilchen auch wieder rausrückt… seufz.

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Socken rocken…

Ich habe es immer wieder probiert und nie hat es funktioniert. Socken und ich werden einfach keine Freunde. Sie wurden krumm, sie wurden schief, sie wurden einfach nicht sonderlich hübsch und außerdem paßten sie niemals.

Trotzdem wollte ich gerne Socken stricken lernen, irgendwie mußte das doch gehen. Ich habe mir also Hilfe bei den Profis vom “Roten Sofa” bei Ravelry geholt und wirklich viele Empfehlungen und Hilfe bekommen. Letztlich habe ich mich dann für die “Rye” Socken von Tincanknits entschieden.


Sie werden aus worsted Garn gestrickt, sind also flott fertig und schön kuschelig warm. Außerdem gefiel mir das simple und doch raffinierte Design.


Ich habe also letzte Woche begonnen und ruckzuck war tatsächlich der erste Socken fertig. Heute hatte ich dann frei und Zeit und habe den zweiten Socken fertig gestellt.Das war wirklich nicht schwer und auch wenn ich beim einen Socken die Spitze ein bißchen verbuxelt habe und zu faul war, es zu korrigieren, bin ich mit dem Ergebnis wirklich zufrieden und nun habe ich zumindest die Grundzüge des Sockenstrickens kapiert.


Das Muster ist auf Englisch, aber wirklich sehr gut zu verstehen. Die Größen sind passend. Ich habe Größe 36 gestrickt und diese passen perfekt. Ich habe sehr kleine und schmale Füße und es sitzt dennoch sehr gut.

Gestrickt habe ich aus Rosy Green Big Merino Hug in Isarkiesel. Verbraucht habe ich 90 g von meinem 100 g Strang.

Gestrickt habe ich mit 3,25er Nadeln auf einem Nadelspiel mit nur 3 Nadeln, damit ich nicht immer die falsche Nadel herausziehe.

 

An jedem verdammten Sonntag 07.08.2016

Strickstrickhurra

Ich habe in dieser Woche tatsächlich sehr wenig gestrickt, mein Lorient von Joji Locatelli ist weiter gewachsen, aber nur ein paar Reihen. Außerdem habe ich an meinem Westbourne von Isabelle Kraemer ein paar Reihen weiter gestrickt und gestern habe ich mich dann mal meinem Sockenprojekt gewidmet. In der Ravelry Gruppe “Das rote Sofa” habe ich viele Tipps für anfängertaugliche Sockenstrickanleitunge bekommen, da ich bisher an Socken immer gescheitert bin. Ich habe mir aus den vielen Tipps und Hinweisen dann die für mich passendsten rausgesucht und angesehen und mich letztlich entschieden die Rye von Tincanknits ausgesucht und einfach mal losgelegt. Als Garn hab ich mir die Big Merino Hug in Isarkiesel von Rosy Green rausgesucht. Dabei hab ich nicht bedacht, das reines Merinogarn für Socken nicht so haltbar ist, worauf mich Susanne dann netterweise hingewiesen hat, allerdings hatte ich da ja schon begonnen. Ich werde also sehen, wie gut ich mit denen klar komme. Es sollen ja eh keine Socken für alle Tage werden, sondern mehr kuschelig für zu Hause. Wird schon schiefgehen.

Garnkäufe /Stoffkäufe

Beim Garn war ich sehr brav, was vorallem daran lag, dass bei Lanade nur die Malabrigo Worsted im Angebot war und die finde ich als eines der wenigen Garne von Malabrigo echt kratzig, ich weiß, dass ich da alleine auf weiter Flur bin, aber es hat mich vom Kaufen abgehalten, egal wie günstig sie ist. Also gab es für mich nur die Silk Yak DK von der Kieler Wolle, die ich schon bestellt hatte.

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Das gesparte Geld habe ich dann allerdings in Nähutensilien investiert und zwar habe ich Stretchnadeln, Nieten, Stoffe, Bänder, Gummis und alles Mögliche, was man sonst so kaufen könnte erstanden. Ich war bei Snaply, allesfürselbermacher, Alfatex (ganz böse, in den Kalk Arcaden kann ich schnell in der Mittagspause mal reinspringen und bisher bin ich jeden Tag mit neuem Stoff rausmarschiert.)… abgesehen von der Bestellung bei Alles für Selbermacher ist alles schon angekommen und bin somit jetzt wirklich gut ausgestattet.

Genäht

Ich habe zum einen meine erste Susie von Pattydoo genäht, außerdem einen “Autumn Rockers” Raglan-Shirt für meinen Neffen von Mamahoch2. Schön fand ich bei mamahoch2 dass ich selbst entscheiden konnte, was ich für das Schnittmuster zum Shirt bereit bin zu zahlen. Da ich nicht sicher war, wie gut die Anleitung sein würde, habe ich mich für 4 Euro entschieden und die waren gut investiert. Die Anleitung ist gut erklärt, sehr gut bebildert und mit einem Video versehen. Auch ich als totale Anfängerin kam damit wirklich sehr gut klar und ja mein erstes Shirt ist nicht perfekt, aber fürs Erste ist es sehr tragbar geworden und es wird wirklich jeder Schritt sehr gut beschrieben, nichts wird ausgelassen, nichts vorausgesetzt. Danke dafür.

Entdeckt

Tja, das Nähen habe ich wohl für mich entdeckt, grad ist es interessanter als die Strickerei und es macht Spaß ohne Ende, außerdem gibt es so schöne Stoffe… seufz.

Außerdem sind Frau Katze und ich nun auch öffentlich bei Instagram: klick!

Naja

Wie auch in den letzten Wochen, viel Arbeit, wenig Zeit. Und gestern dann der Supergau, wir waren auf einer Geburtstagsfeier und mir wird plötzlich heiß. Ich kenne meinen zickigen Magen ja bereits, aber eigentlich hatte ich nichts zu mir genommen, was auf der “Böse Sachen”-Liste stand. Trotzdem fand ich mich irgendwann auf dem Badezimmerboden wieder und hatte keinen Plan, wie ich es wieder unter Leute schaffen geschweige denn irgendwen nicht peinlich auf mich aufmerksam machen sollte. Ich hab es dann doch geschafft mich 5 Minuten zusammen zu reißen, dem Mann sein Bier zu entreißen, zum Glück war der später erschienen und hatte noch nicht wirklich Alkohol getrunken, mich rasend schnell zu verabschieden und den Rest des Abends habe ich dann auf unserem Badezimmerfußboden verbracht. Kein Plan, was das war, allen anderen scheint es gut zu gehen, also ist mein zickiger Bauch wohl schuld. So schlimm hatte ich das allerdings schon lange nicht mehr und wie ein Laktose-Anfall fühlte es sich eigentlich auch nicht an. Naja, hin und wieder bekomme ich halt einen Schlag ins Gesicht, wenn ich denke, ich könnte einfach mal ganz normal, wie alle anderen essen…

Bääämm…

Sportlich

Sehr unsportlich gewesen, aber immerhin meine Schrittzahlen jeden Tag geschafft…

Geguckt

Wieder ein paar Folgen Supernatural, allerdings waren die mal wieder extrem gruselig und ich bin immer kurz davor es doch sein zu lassen. Wird das irgendwann besser??

Gehört

Zum einen höre ich zur Zeit vom Audiobuchverlag “Frauen bereisen die Welt“, was mir sehr gut gefällt. Zum anderen gab es endlich einen neuen Podcast von Tini von der “Zwillingsnadel“, der lausche ich so gerne. Ich mag ihre Stimme und den fröhlichen Ton, mit dem sie von ihrem Alltag, dem Stricken und den Rockstars berichtet und war ganz erfreut, dass ich die letzte Folge offenbar irgendwie ein paar Tage übersehen hatte und nun hören konnte.

Außerdem höre ich gerade zuhause die “Wollgespräche“, die ersten Folgen waren leider verdammt leise, weshalb ich da erstmal nicht weiter gehört hatte. Ab Folge 3 wird die Lautstärke aber sehr viel besser und die beiden Ladies gefallen mir mit ihren Gesprächen zu DiY, Stricken und Garnen sehr gut.

Gelesen

Ich lese zur Zeit ein etwas abgefahrenes Buch, nämlich “Der Krieg im Garten des Königs der Toten“.

Gegessen

Unser Mädelsstammtisch war beim “Hons” und da gab es für mich Schnippelbohneneintopf mit Mettwürstchen. Sehr lecker und gut.

Außerdem waren wir Sonntag mit der ganzen Familie im Tusculo am Münsterplatz in Bonn. Ich geh da ja furchtbar gerne hin, auch wenn ich meine Pizza nie komplett schaffe, ist es einfach so lecker da und die Mitarbeiter so freundlich. Wir sind ja im Familienverband wirklich viele und laut und mit Kindern und das war da noch nie ein Problem, es gibt Kinderstühlchen der Zwerg bekommt ein Stückchen Pizzarand in die Hand und wenn ein Tintenfischarm auf dem Boden landet, dann ist das da auch kein Problem. Große Empfehlung also.

Unternommen

Der oben erwähnte Mädelsstammtisch, dann Essen mit der Familie und ein Geburtstag im Freundeskreis, ansonsten war ich jeden Abend froh, einfach mal zu Hause zu sein und vor mich hin wurschteln zu können.

Gezockt

Pokemon Go, immer wieder ein paar Monsterchen gefangen. Sonst war ich wenig online oder ingame…

Ausstehende Events:
Leider haben die Kreativnachmittage von Hand Herz Seele zur Zeit Sommerpause…
11.08.2016 Bonner Stricktreff im Von & Zu
13.-14.08.2016 Forum Lanarum in Frechen
23.08.2016 Bonner Stricktreff im Von & Zu
03.-04.09.2016 Wollfest Hamburg 11.09.2016 Das Bunte Schaf in Langenfeld
10.-11.09.2016 Weben mit dem Gurtwebegerät Hand Herz Seele
11.09.2016 Das bunte Schaf in Langenfeld
11.09.2016 Stoffmarkt in Frechen
18.09.2016 Pullover Workshops Hand Herz Seele
24.09.2016 Häkeln im Edelweiß in Bonn
23.10.2016 Stoffmarkt in Bad Godesberg
18.-20. November Kreativwochenende von Hand Herz Seele
25. – 26.11.2016 Ziggurat Workshop Hand Herz Seele
03.-04.12.2016 Spinnen mit Chantimanou Hand Herz Seele
Habt Ihr Events oder Aktionen für mich, die ihr hier aufgeführt haben wollte, sei es euer Garnverkauf bei Facebook, eure Updatezeiten, ein Wollfest, ein Strickevent oder ähnliches, meldet euch einfach bei mir. (Alle empfohlenen Links, Podcastes, Bücher und Produkte, spreche ich an, weil sie mir gefallen haben und zusagen, ich tue das nicht für Bezahlung oder Produktproben. Sollte ich ein Produkt kostenfrei erhalten haben, so wird dies hier erwähnt werden.)

DuMont Bildatlas Provence

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Mir gefällt die Reihe der DuMont Bildatlanten wirklich ausgesprochen gut. Die Hefte haben fast schon die Qualität von Büchern, sind stabil und wirklich schön aufgemacht.
Nachdem sie mir nun einige Wochen den Wohnzimmertisch verschönert haben, hatte ich heute endlich Zeit mich intensiv mit den Heften zu befassen. Ich habe es mir also mit einer schönen Lavendellimonade auf dem Sofa bequem gemacht und in den Atlanten geblättert.

Der Band, der sich mit der Provence befaßt, hat mir besonders gut gefallen, was zu einem großen Teil auch daran liegen könnte, dass mir die Provence halt einfach gut gefällt. Mein Traum ist ein Alterssitz dort ein kleines Cottage mitten in Lavendelfeldern, kann es etwas Schöneres geben? Nein. Kann es nicht. Da ich von meinem Alterssitz aber noch ungefähr 30 Jahre entfernt bin, muß ich mich erstmal mit Bildatlanten trösten.
Dieser hier ist zunächst mit einem sehr übersichtigen Inhaltsverzeichnis ausgestattet und dann mit einer großen Übersichtskarte, auf der vermerkt wurde, wo im Heft welcher Bereich besprochen wird.

Dann geht es mit den Topzielen los.
Mont Ventoux, die Ockerbrüche, Avignon, Marseille und Aix en Provence, sowie noch einige mehr.

Die Dazu gehörigen Bilder sind wunder wunderschön, die kurzen Texte dazu passen sehr gut und wecken die Reiselust. Besonders schön, fand ich hier die Vorstellung verschiedener Aussichtspunkte, die einen guten Blick auf das Land geben. Sowas würde ich mir in jedem Reiseführer wünschen.
Sehr informativ fand ich auch den Bericht über die Trüffelsuche, dieser ist wirklich gut recherchiert und unterhaltsam geschrieben.
Essen und Genuß nehmen bei den Infos & Empfehlungen einen großen Raum ein und die hier genannten Empfehlunen haben mir als Freundin der Provence sehr gut gefallen. Hier hab ich Altbekanntes, aber auch neue Dinge gefunden.
Gefreut habe ich mich auch Herrn Loubet im Heft zu entdecken, einer der wenigen 2-Sterne-Köche, die nicht ständig ihr Gesicht in jede Kamera halten und dabei doch viel zu erzählen haben.

Generell haben die Texte eher keinen Reiseführercharakter, sondern sind sehr unterhaltsam und gefallen mir wirklich gut. Ein wenig Reiseführercharakter hat dann die Empfehlung der 10 schönsten Unterkünfte, die teilweise überraschend erschwinglich sind. Gut gefallen hat mir auch das Kästchen mit “DuMont aktiv”, in dem immer wieder sportliche Aktivitäten empfohlen werden.

Natürlich findet man auch einen Text über meinen geliebten Pastis, der mich sofort dazu veranlaßt hat, die Lavendellimonade gegen ein Gläschen Pastis zu tauschen.

Wer gerne auf Märkte geht, findet hier ebenfalls Empfehlungen.
Am Ende des Atlanten findet man außerdem die typischen Service-informationen, die man für eine Reise benötigt.

Der Bildatlas ersetzt keinen Reiseführer, versetzt einen aber in Reisestimmung und macht beim Lesen einfach nur sehr viel Freude.

(Die Atlanten wurden mir als Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt.)